Neuzeit in Amerika



Die Entdeckung Amerikas durch die Spanier, die der Beginn der Neuzeit sein sollte, änderte das alltägliche Leben der Amerikaner von Grund auf. Während die Ureinwohner des Kontinents von den europäischen Eroberern aus ihren eigenen Lebensräumen vertrieben worden, sowie ausgebeutet und unterdrückt worden sind, bereicherten sich die Europäer an ihren Schätzen. Auch nach der spanischen Herrschaft ging es nicht friedlicher in Amerika zu. Nachdem nur noch ein Bruchteil der indianischen Bevölkerung übrig war wurden neue Sklaven gebraucht: Der Dreieckshandel entstand. In Amerika siedelten sich Engländer, Franzosen, Spanier und andere Europäer an und ließen afrikanische Sklaven für sich arbeiten. Eine neue Welt entstand in Amerika.

Dreieckshandel



Der Dreieckshandel beschreibt den Handel mit Menschen aus Afrika.
In Europa wurden Schiffe mit Waren wie Eisen, Schmuck, Waffen und Schnaps beladen. Das tauschten die Europäer an der Westküste Afrikas gegen sogenanntes „Ebenholz“. So wurden die Sklaven in Anspielung auf ihre Hautfarbe genannt. Das Schiff segelte jetzt nach Amerika. Dort wurden die afrikanischen Sklaven gegen Waren wie Kaffee, Zucker, Kakao und Baumwolle umgetauscht. Von dort segelte das Schiff zurück nach Europa, wo es bereits erwartet wurde. Denn Kakao und Kaffee waren an den reichen Fürstenhöfen sehr beliebt.

Das Leben als Sklave



Die Sklaven, die durch den Dreieckshandel von Afrika nach Amerika verschleppt wurden, lebten häufig auf Plantagen[1]. Dort ernteten sie Baumwolle, Zucker, Kaffee oder Tabak. Die Lebensbedingungen auf den Höfen waren oft sehr schlecht. Zum Schlafen hatten die Sklaven wenig Platz. Viele von ihnen wurden misshandelt. Außerdem bekamen sie nicht genug Essen und ihre Kleidung hielt sie nicht besonders warm. Man legte nicht viel Wert auf Hygiene. Deshalb starben viele Sklaven an Hunger, Krankheiten oder Verletzungen.


[1] großer Hof, auf dem verschiedene Pflanzen angebaut werden