Neuzeit in Afrika



Das Leben in Afrika war schon immer eine Herausforderung für die Bewohner des Kontinents, denn für die Menschheit waren sie nichts weiter als eine Ware.
Vor allem in der Zeit der Kolonialmächte hatten sie viel zu leiden. Sie mussten neue Sprachen, Religionen und Kulturen kennenlernen, trotzdem fand die Entwicklung im Bereich der Bildung nicht statt. Auch Menschenwürde und -ehre wurden bis ins 17. Jahrhundert missachtet und Afrika als bedeutungslos bezeichnet.
Heutzutage haben sich die Lebensbedingungen nicht stark verändert, denn immer noch müssen die meisten Afrikaner in Armut leben. Dadurch können sie sich nicht weiterbilden, was dazu führt ohne einen Beruf leben zu müssen und wieder zurück zur Armut zu gelangen.
Trotz der schlechten Umstände haben die afrikanischen Sklaven eine fröhliche und freundliche Lebenseinstellung: „Wenn ich weiß, dass es mir morgen noch nicht besser geht, kann ich doch heute schon fröhlich sein!“.

Der Transport nach Amerika

Die meisten Schiffe für den Transport von Sklaven nach Amerika starteten in Sevilla (Spanien). Für den Transport war es wichtig, dass die Schiffe klein und schnell waren, denn auf See gab es viele Risiken, wie z. B. Kaperschiffe. Diese gehörten zu Piratenunternehmen, die es in einigen Staaten gab. Jeder sechste Sklave starb auf der 2-monatigen Überfahrt an Krankheiten. Auf den Schiffen war es sehr eng, wodurch sich Krankheiten schneller verbreiteten.  Wenn ein Sklave eine gefährliche und ansteckende Krankheit hatte, wurde er über Bord geworfen, damit sich die Krankheit nicht ausbreiten konnte. Sie wurden als Gegenstände gesehen und deshalb auch so behandelt.

Für die Sklavenhändler waren die Sklaven ein praktisches Gut: Sie konnten selber laufen und dabei auch andere Waren transportieren. Außerdem konnten sie in längeren Pausen auf Höfen oder Plantagen arbeiten oder gegen wichtige Güter wie Nahrung getauscht werden.

Vor der Ankunft in Amerika wurden die Sklaven vom Schiffsarzt noch einmal hergerichtet: Ihnen wurden Bart und Haare geschnitten, sie wurden gewaschen und Makel, wie z. B. Narben, wurden übermalt. Dadurch konnten sie besser verkauft werden.

Was ist Menschenhandel?

Kennst du das? Du möchtest am Wochenende eigentlich nur ausschlafen, aber deine Eltern wollen mit dir auf den Wochenmarkt gehen. Dieser Besuch zieht sich jedoch ewig hin, weil dein Vater mal wieder stundenlang um die Preise schachert. Doch kannst du dir vorstellen, dass dies auch mit Menschen gemacht wird? Auf solchen "Märkten" werden dann statt frischem Obst und Gemüse, Menschen für viel Geld verkauft.
Damit ist der Menschenhandel gemeint. Mit Menschenhandel wird der Verkauf von Menschen bezeichnet. Sie stellen eine Art von Ware dar, um die man bietet, die man besitzen kann, jedoch zum Zweck der Ausbeutung. Es sind derzeit weltweit immer noch mehr als 2 Millionen Kinder betroffen. Jedoch sind in unserem Gesetzbuch Grundrechte, die unser Zusammenleben vereinbaren, niedergeschrieben und der Menschenhandel verstößt gegen unsere Menschenrechte der Freiheit, Gleichheit und Sicherheit.
Du fragst dich bestimmt wie das passieren konnte…? Die meisten Menschen, die zu Opfer des Menschenhandels wurden, sind durch Hilflosigkeit im persönlichen oder wirtschaftlichen Sinne geprägt, z.B. haben viele Menschen sehr wenig Geld und konnten sich somit selten genügend Essen leisten. Gerade viele junge Mädchen und Frauen wurden dadurch in die Prostitution gedrängt. Allerdings steckte hinter dem Hauptmotiv des damaligen Menschenhandels ein ideologischer Gedanke und das Gefühl, besser als eine andere Gruppe zu sein. Um die Beweggründe und die Anfänge des Menschenhandels verstehen zu können, müssen wir uns genauer mit der Vergangenheit auseinander setzen. Im Folgenden findest du einen Überblick über Menschenhandel und Sklaverei in der Neuzeit.

Neuzeit in Europa


Die Bürger Europas lebten in einer Ständegesellschaft und unter der Herrschaft von Monarchen. Während die Bauern aufgrund der vielen Schlachten und Kriege um Macht und Territorium bedrängt und vertrieben wurden, verbesserte sich die Lebensqualität der kleineren, oberen Bevölkerungsschicht stetig. Durch den Buchdruck von Gutenberg verbreitete sich die Bildung schnell in der europäischen Bevölkerung. Dadurch stieg auch die Beliebtheit der Wissenschaften an. Außerdem veränderte die Reformation die religiösen Ansichten der Menschen. Die durch den Dreieckshandel importierten exotischen Produkte bereicherten zusätzlich das Leben der Oberschicht, die sich solche Luxusartikel leisten konnten.